Wieder in die Höhe


Nachdem wir etwas wehmütig den tollen Platz mit den schönen Bekanntschaften verlassen haben, sind wir nach Malaga gefahren. Dort haben wir am Training teilgenommen, da wir bald in der Gruppe unterrichten werden. So konnten wir einen ersten Eindruck gewinnen und, wie so oft auf dieser Reise zudem lustige und tolle Menschen kennenlernen. Nach einem intensiven Training, in welchem wir viel erklären und spielen konnten, sind wir todmüde an einen Stausee nahe Marbella gefahren. Schon nun wussten wir, dass Malaga uns noch mehrmals begleiten würde, da wir uns für Strandtrainings verabredet haben. Besonders Oren aus Israel konnte uns noch einige neue und lustige Bewegungen zeigen. Es ist immer sehr schön zu lernen und die sonnigen Park-und Strandtage wirken, als wären wir mitten im Sommer gelandet. Aber ich bin abgeschweift. Hiervon erzählen bestimmt die Bilder. Gehen wir zurück zur Nacht am Stausee. Während Mäd tapfer gefahren ist, habe ich auf dem Beifahrersitz mit dem Schlaf gekämpft. Richtig wach wurde ich wieder, als ich uns eine holprige Straße entlang gelotzt habe. Schlaglöcher und Furchen ließen uns etwas unsicher werden, ob es eine gute Idee war, direkt nach vorne an den See zu fahren. Aber wir haben es geschafft. Auch wenn wir die Gegend erst am Morgen erkunden konnten. Und natürlich haben wir direkt den Spot für die Line ausgesucht. Nach einem guten Frühstück haben wir uns direkt ans Spannen der Highline gemacht. Wir wussten, dass die Freunde mit Baby und Hund nochmal nachkommen würden. Bis dahin wollten wir fertig sein. Und ja, am Tag vorher hatten wir noch ein zweites  Paar  mit Baby und vielen tollen Instrumenten kennengelernt, die sehr sympathisch waren und nun auch vorbeikommen wollten. So fühlten wir uns also etwas wie Gastgeber. Um die Line zu spannen, mussten wir auch Material über den See befördern. Da wir keine anderen Möglichkeiten hatten, musste es über den Kopf gehalten werden, während wir schwimmend den See durchquert haben (leider gibt es davon keine Bilder :)) . Natürlich haben wir, um die Line zu spannen, eine Schnur über den See gezogen. Aber diese war zu dünn, um manche Teile des Materials zu befördern. Nach einiger Arbeit stand die Highline und im Abendlicht erfolgten erste Versuche. Das Licht am Abend war hier eindrucksvoll und die abendlichen Lineversuche wurden zum Ritual. Auch all unsre Freunde haben sich überwunden einmal auf die Line hinauszufahren. Nachts saßen wir alle zusammen und haben gekocht, gequatscht und Weinchen getrunken. Am Morgen haben wir geputzt, unsre Trainings gemacht und Mäd ist auf Tiersuche gegangen oder hat sich im Banybalancieren geübt (was damit gemeint ist, verraten die Bilder). Und dann ging es wieder auf die Line zum üben. Spannend war dabei, dass der Hund unserer Freunde völlig verzweifelte, sobald jemand - besonders Mäd - auf der Line gelaufen ist. Winselnd ist er dann am Ufer entlang gerannt und hat versucht ihn zu erreichen. Wenn er von der Line zurückkam, ist er vor Freude völlig ausgerastet. Am letzten Abend ist auch noch ein Franzose zu uns gestoßen. Und nach einem wieder schweren Abschied waren wir alleine... Ach ja, das Auto des einen Pärchens mussten wir tatsächlich noch den Berg hochziehen, da die Straße zu steil und schlecht war. Und wieder ging es dann gen Malaga zum Trainieren. Diesmal hatten wir ein tolles Training mit Octavio, der unseren Workshop organisiert und mit Petro, den wir bereits vom letzten Mal kannten. Dieser hat uns nach dem lustigen Abend noch zum Abendessen eingeladen. Wir sind in sein Stammrestaurant gegangen. Es war schön zu sehen, wie er dort zuhause war und einen Einblick in die spanischen Umgangsformen zu gewinnen. Und erst recht, all die feinen Spezialitäten zu kosten. Glücklich und müde sind wir somit gestern nach El Chorro aufgebrochen, wo wir heute ankamen. Ein faszinierender Ort voller Kletterer und Touristen. Weil wir etwas Ruhe brauchten, haben wir uns für den ersten Tag am See abgesetzt, an einen einsamen Platz in der Abendsonne, an dem wir ein fabelhaftes Dhal gekocht haben. Nun liegen wir im warmen Bett im Bus und freuen uns auf die nächsten Tage hier.

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