Weihnachtstage

Morgenstimmung in El Chorro
Morgenstimmung in El Chorro

Es scheint schon wieder lange her zu sein, dass ich mich an die vergangene Zeit erinnert und diese in Worte gefasst habe. Lustigerweise saß ich dafür an einem der Stauseen in El Chorro bei Alora. Und nun bin ich fast am gleichen Ort, in den Bergen und Klettergegenden El Chorros. Nachdem wir das letzte Mal hier ankamen, sind wir nach zwei ruhigen Tagen am See genau hierhin gefahren. 


Wir haben gemerkt, dass wir bei unserer Abfahrt im Sommer manchmal darüber gesprochen haben, dass es sicher gut wäre, wenn wir immer wieder Leute treffen würden, um nicht nur zu zweit unterwegs zu sein. Und nun mussten wir feststellen, dass es andersrum der Fall ist. Wir sind immer unter Leuten. So war es schön am Stausee für uns zu sein und gleichzeitig kamen auch Themen auf, wie die Planung der weiteren Zeit oder Wochen, die uns immer Kraft kosten, da alle Wege möglich und offen zu sein scheinen. Unsere Herangehensweise an diese Dinge ist sehr unterschiedlich, so dass wir sehr geduldig miteinander sein müssen :), was wir aber immer besser können und daran sehen, wie uns die Reise auch als Paar stärkt. Meine doch sehr planungswütige Art, das Durchdenken der Möglichkeiten und Ideen prallt auf das Folgen des Bauchgefühls von Mäd, für welches es keine logischen Erklärungen gibt, nach denen ich aber suche... Da es meinem Opa gerade nicht so gut ging, habe ich auch den Drang, um Weihnachten bei meiner Familie zu sein, verspürt. Und doch schien es so absurd einfach kurz hier zu verschwinden. Gerade nun haben meine Eltern auch Unterstützung, ich werde also im Frühjahr eher eine Pause daheim einlegen. Eigentlich ein Geschenk: ich kann jederzeit den Fokus auf meine Familie richten, die Menschen, die mir nahe sind, Zeit für das, was am Herzen liegt. Etwas, das jeder Mensch immer können sollte... Unser Ziel Kirgistan rückt immer ferner. Wir treffen auf zu viel Spannendes, um voranzukommen... Es wird wohl eher bis zur Ukraine, Georgien gehen... Und dann die Gedanken ans Zurückkommen. So absurd auf der Reise und doch zentral. Man muss sich ja darum kümmern... Es scheint gen Freiburg zu gehen, es war eine gute Heimat und Vieles scheint daraufhin zu deuten :) und ich? Promotion, Schule, was anderes... All die Fragen verdichten sich und ich merke, dass ich vermehrt Lust habe, an der Schule zu sein und mit den Kindern zu arbeiten. Ob nebenher oder in Kombi noch etwas erfolgen mag, jetzt oder in Zukunft, das lasse ich wohl auf mich zukommen...


Mit diesen Entscheidungen und Gedanken kamen wir dann ins Klettergebiet. Und schwups, wir haben sofort wieder wundervolle Menschen getroffen! Dennis, einen deutschen Reisenden in seinem himmelblau-matten Defender (www.himmelblaumatt.de) und zwei andere Paare, mit denen wir schöne Tage auf dem Parkplatz am Klettergebiet verbracht haben. Dennis hat lustigerweise auch schon unsere reisenden Freunde getroffen. Der Mann ist ein Unikat und wer sich seiner Eindrücke erfreuen möchte , kann sich mal bei ihm umschauen. Er berichtet vom Wichtigsten: Fahren, Essen, Schrauben! Und natürlich haben wir gemeinsam die Wände und Hochebenen der Region erklommen! Und am Abend hat Dennis über dem Feuer eine warme Dusche vorbereitet, ein wirklicher Luxus zur Entspannung :)


Und dann Malaga, zwei Tage durchpowern und Workshop geben. Wir haben unseren Workshop ausgelegt auf den Übergang von Figuren am Boden zu stehender Akrobatik, wie es der Wunsch war. Doch dann: zu niedrige Decken. 

Also alles umgeplant und neu organisiert, einen Tag draußen im Park. Ein Glück war das Wetter schön und aus geplanten drei Stunden wurden schnell sechs... Aber es war gut und vom erworbenen Taschengeld :) gab es am Abend mit allen geneinsam Pizza.


Weihnachten haben wir dann zu zweit, mit gutem Essen und einem schönen Spaziergang an einem nahegelegenen Stausee verbracht. Gemütlich und schön :) 

Nachdem wir nun eine Freundin in Ronda besucht haben und die alten Gemäuer der Stadt bewundern konnten, sind wir zurück in El Chorro. Hier gibt es noch zu viel zu sehen.

Gestern haben wir eine Mehrseillängentour von elf Längen gemacht. Wunderschön und weit hinauf bei sonnigstem Wetter. Doch am Abend waren wir bei unserem noch bevorstehenden Basistraining doch auch geschafft. So ruhen wir nun etwas im Nebel und freuen uns nachher noch gemütlich ein wenig am die Wand zu gehen.


Und dann? Schon Neujahr! Bald treffen all unsere Freunde ein. Wir freuen uns schon! Und natürlich senden wir nach Deutschland die besten Wünsche für 2019!

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