Exen über Echsen

Wir sind bestens in Kroatien angekommen umd verbringen gerade sehr schöne Tage miteinander! Das Wetter ist wunderbar sinnig und trotz der kühlen Nächte sind die Tage warm und der Frühling um einen herum erwacht rege. Die erste Woche haben wir uns dem Meer mit seinen steinigen Küsten voll und ganz hingegeben. Aufstehen, Brot backen, Tee kochen und ausgiebig genießen. Dann wechseln sich in gutem Rhythmus Schach, Akrobatiktraining, Hörbuch, lesen, Fotografie und Tiersuche je nach belieben ab. Zudem natürlich die kleinen Runden, um die Gegend zu erkunden, all die Knospen und Insekten zu bestaunen oder eine kalte Dusche im Wald zu nehmen :). Und überall wimmelt es nur so von verschiedensten Echsen, deren lateinische Namen nur Mäd weiß :). Am letzten Platz am Meer waren wir wirklich einsam. Bis auf kleine schöne Begegnungen mit den ansässigen Bewohnern waren wir alleine. Wobei, es wimmelte auch hier von Insekten und Bienen. Sobald die Ebbe kam, haben sie das nasse Moos genutzt, um sich etwas Wasser zu holen. Es hat alles gesummt und eine ganze Weile haben wir einfach beobachtet. Und natürlich, Besuch von einer ganzen ängstlichen Schafsherde hatten wir auch! Sie scheinen gerade ihr Winterfell zu verlieren, denn sie waren richtig zottelig. Und dann hat uns langsam der Wind eingeholt und in der Nacht hat uns sogar ein wenig Regen zu einer romantischen Outdoorstimmung im Bus verholfen :) So nett das war, wir haben beschlossen, dass es genug war und sind ins Inland gereist. Immer noch in Istrien, nahe der slowenischen Grenze. Im dortigen Canyon waren wir nun zwei Tage verbracht. Die Gegend ist felsig und der Fluss größtenteils ausgetrocknet. Dennoch gab es wunderbare Becken, in welchen man sich nach den anstrengenden Klettertagen mutig im eisigen Wasser erfrischen konnte. Wir haben schnell gemerkt, dass wir eine Weile nicht klettern waren und der Kopf sich wieder an die Höhe gewöhnen musste, ebenso Finger und Füße an den kantigen Fels :). Trotzdem haben wir Exe für Exe erklommen. Durch die Kletterrouten und unser zusätzliches Akrobatiktraining waren wir nun abends unendlich müde und glücklich ausgepowert. Und klar, alles wimmelte im Kanyon wieder mal nur so von Echsen. Mäd hofft allerdings weiterhin auf die Schlangen, die es hier geben sollte. Ob ich sie wirklich auch vermisse, da bin ich noch unsicher :) Heute haben wir uns von dem schönen Platz verabschiedet und stehen nun in der Grenzregion Slowenien /Kroatien auf einem Hügel. Der Wind pfeift und wir freuen uns auf einen Film unter der waren Decke, wobei sich die müden Körper für morgen erholen können...

Hoffentlich bekommen wir keinen Besuch von Zöllnern so nahe an der Grenze. Denn auch wenn die Menschen hier von Touristen leben, ist das Campen wohl verboten und meine Russischkenntnisse helfen zwar, um Kroatisch in seinen Ansätzen zu verstehen, aber dennoch waren wir bisher in keinem Land so eingeschränkt in der Kommunikation, bitte, danke, guten Tag... - das würde als Erklärung für unseren Standort wohl kaum ausreichen :)

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